Weingut Egon Schmitt - Familienangelegenheit seit 1978

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Rückblick Kulinarische WeinNacht

Was für ein tolles Event mit Euch allen...

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Die Ernte 2025 ist im Keller

...ein kleiner Rück- und Ausblick!

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Bundesminister Carsten Schneider bei der Weinlese...

Am 1. September 2025 durften wir Bundesumweltminister Carsten Schneider bei uns in Bad Dürkheim begrüßen

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Biodiversität im Weinbau: Neue Maẞnahmen werden erforscht und umgesetzt!

Mitgliedschaft im Partnernetzwerks "AmBiTo" entwickelt praktische Vor-Ort-Massnahmen

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Grünlese - kleiner Schnitt mit groẞer Wirkung...

...auf die Qualität des späteren Weines!

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Der Sommer bringt viel Arbeit am Rebstock...

...und legt den Grundstock für viel Neues!

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Wann sind alte Reben "Alte Reben"...

...und was macht sie so besonders ?

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Gute Weine aus gutem Grund...

...und wie wir unsere Böden pflegen!

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...die unbemerkte Mammutaufgabe: Der Rebschnitt

Wissenwertes über die Bedeutsamkeit des Rebschnitts...

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Zertifizerung als "Nachhaltiges Reiseziel"

Weingut Egon Schmitt als Partner der Initiative "Nachhaltiges Reiseziel Pfalz" zertifiziert

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Das Weinjahr ist vorbei...

...und nun beginnt die Arbeit im Keller

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Gewinnspiel: Wie viele Korken sind in diesem Glas?

Wie viele Korken sind in dem Glas?

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Epische Momente ...

Reben pflanzen im Kalkofen!

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Geschafft – wir sind BIO

Die ersten 2023er BIO Weine sind abgefüllt

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Er ist da: Die RÉSERVE von "Herrn Schmitt & die Pinots" ist endlich erschienen.

Nach 72 Monaten Reifezeit ist es endlich soweit...

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Bild Rückblick Kulinarische WeinNacht | © Weingut Egon Schmitt

Rückblick Kulinarische WeinNacht

Was für ein tolles Event mit Euch allen...

...für uns haben sich die Abende eher wie eine große Familienfeier angefühlt - unsere Kulinarische WeinNacht 2025. Am 7. und 8. November hatten wir Tobias Zürn und sein Team vom Salischen Hof in Schifferstadt zu Gast. Und was hat Küchenchef Christian mit seiner Crew wieder für ein Feuerwerk abgebrannt: Sei es die Variatonen von der Beete, die unheimlich sämige Rieslingveloute mit dem pfiffigen Lauchöl, die herrlich saftigen Schweinebäckchen mit der umwerfenden Spätburgundersauce oder die überraschende Kastaniencreme zum Dessert. Okay, unsere ausgewählten Weine waren sicher auch nicht schlecht, der 2015 Cabernet Sauvignon oder der überraschend athletische Spielberg Riesling aus demselben Jahrgang haben einmal mehr gezeigt, dass ein entsprechender Anlass gereifte Weine in ein wunderbares Licht rücken kann. Zwei richtig tolle, entspannend lockere und genußreiche Abende mit vielen Anekdoten aus Küche und Keller. Es war herrlich zu sehen, wie wir Euch ein Lächeln ins Gesicht (ein)schenken konnten - wir haben es sehr genossen und freuen uns schon auf unsere nächsten Events mit Euch!

Bild Die Ernte 2025 ist im Keller | © Weingut Egon Schmitt

Die Ernte 2025 ist im Keller

...ein kleiner Rück- und Ausblick!

Die Weinlese 2025 ist beendet. Kurz zusammengefasst: Ein vom Reifeverlauf denkwürdiger Jahrgang mit außerordentlich guten Mostgewichten über alle Lagen und Sorten hinweg. Nachdem ausreichende Niederschläge Ende Juli und eine folgende Hitzewelle im August die Traubenreife im Kalender deutlich nach vorne katapultierten, mussten wir in der Pfalz in der letzten Augustwoche einen vergleichsweise explosiven Start der Traubenlese hinlegen.

Stolze Mostgewichte, frische Säurewerte und herrlich reife Trauben ließen das Winzerherz höher schlagen, dennoch verlangte uns die Kampagne aber wieder einmal unsere ganze Erfahrung ab, um die Beeren zum richtigen Punkt nach Hause zu holen. Einziger Wermutstropfen: Wie fast immer, wenn die Qualitäten herausragend sind, bleiben die Erntemengen an vielen Stellen mit Mindererträgen von 20-25% unter dem langjährigen Mittel deutlich zurück Angesichts der tollen Mostgewichte aber natürlich für uns ein mehr als akzeptables Ergebnis der Weinlese 2025. Wir sind sehr glücklich damit, und arbeiten nun weiter gewissenhaft daran, Sie in den nächsten Jahren ebenfalls mit unseren 2025er glücklich zu machen. 😉

Mittlerweile blubbern sie alle wohlbehalten im sicheren Weinkeller. Oder liegen schon ganz ruhig im Tank oder Fass und werden in den nächsten Wochen und Monaten weiter gut von uns betreut. Gerade unseren Weißweinen aus den Spitzenlagen, die fast durchweg im großen Holzfass lagern gönnen wir eine deutlich längere und somit wertbringende Ruhe auf der Hefe. Soviel sei heute schon zusammengefasst gesagt: Ein äußerst vielsprechender Jahrgang reift im Keller heran...

Bild Bundesminister Carsten Schneider bei der Weinlese... | © Weingut Egon Schmitt
Bild Bundesminister Carsten Schneider bei der Weinlese... | © Weingut Egon Schmitt
Bild Bundesminister Carsten Schneider bei der Weinlese... | © Weingut Egon Schmitt

Bundesminister Carsten Schneider bei der Weinlese...

Am 1. September 2025 durften wir Bundesumweltminister Carsten Schneider bei uns in Bad Dürkheim begrüßen

Am 1. September 2025 durften wir einen ganz besonderen Gast bei uns im Weingut Egon Schmitt begrüßen: Bundesumweltminister Carsten Schneider machte im Rahmen seiner Sommerreise 2025 „Ortstermin Umwelt“ Station in Bad Dürkheim – ein Moment, der uns stolz und dankbar zurücklässt.
Zuvor hatte der Minister das Daimler Truck-Werk in Wörth besucht, wo er sich über die Produktion batterieelektrischer LKW informierte, sowie das Nahwärmenetz in Offenbach an der Queich – zwei Orte, die für innovative Klimaschutzlösungen stehen. Bei uns lag der Fokus auf Biodiversität im Weinbau: Gemeinsam mit Klimaschutzministerin Katrin Eder und MdB Isabel Mackensen-Geis informierte sich Schneider über unser Engagement neben und im Weinberg. Zum Beispiel im Projekt "AmBiTo", das Artenvielfalt im Weinberg fördert und Teil des Bundesprogramms „Biologische Vielfalt“ ist.
Nach einem Rundgang durch die Reben und einem offenen Austausch über nachhaltige Landwirtschaft griff der Minister selbst zur Schere und half bei der Traubenlese – ein Zeichen echter Wertschätzung und Bodenständigkeit. Der Besuch war für uns mehr als ein politischer Termin: Es war ein Dialog auf Augenhöhe über Verantwortung, Zukunft und Genuss. In vielen Gesprächen zwischen Minister Schneider und Ministerin Eder, Prof. Dr. Jedicke von der renommierten Weinbau-Universität Geisenheim sowie zahlreichen Pressevertretern u.a. von "ARD", "Deutschlandfunk", "Die Zeit" ging es neben unserem täglichen Handwerk wie Ertragsreduktion und die Balance zwischen Qualität und Nachhaltigkeit auch um Klimaanpassung, Artenvielfalt und die Zukunft des Weinbaus. Themen, die uns als Winzerfamilie ebenso bewegen, da wir sie bei unserer täglichen Arbeit hautnah erleben.
Was uns besonders berührt hat: Die ehrliche Neugier und das Interesse an unserer täglichen Arbeit. Es ging nicht um große Worte, sondern um echtes Zuhören und Verstehen. Der Minister zeigt, dass Umweltpolitik nicht nur in Berlin gemacht wird, sondern auch direkt im Weinberg beginnt – dort, wo Natur, Handwerk und Leidenschaft zusammenkommen.
Am Folgetag führte die Reise weiter zur BASF in Ludwigshafen – ein Kontrastprogramm, das die Bandbreite der Umweltpolitik unterstreicht: vom traditionsreichen kleinen Pfälzer Familienweingut bis zum globalen Chemiekonzern.
Wir danken für den Besuch und die Wertschätzung – und freuen uns, Teil eines Netzwerks zu sein, das zeigt: Nachhaltigkeit beginnt im Kleinen und wächst mit jedem Jahrgang.


Wir sind stolz, mit Fair and Green und Ambito Teil eines BIO Netzwerks zu sein, das zeigt: Nachhaltigkeit beginnt im Weinberg – und wird im Glas spürbar.

Bildquelle: BMUKN/ Christoph Soeder 

Bild Biodiversität im Weinbau: Neue Maßnahmen werden erforscht und umgesetzt! | © Weingut Egon Schmitt
Bild Biodiversität im Weinbau: Neue Maßnahmen werden erforscht und umgesetzt! | © Weingut Egon Schmitt
Bild Biodiversität im Weinbau: Neue Maßnahmen werden erforscht und umgesetzt! | © Weingut Egon Schmitt
Bild Biodiversität im Weinbau: Neue Maßnahmen werden erforscht und umgesetzt! | © Weingut Egon Schmitt

Biodiversität im Weinbau: Neue Maẞnahmen werden erforscht und umgesetzt!

Mitgliedschaft im Partnernetzwerks "AmBiTo" entwickelt praktische Vor-Ort-Massnahmen

Seit Jahren versuchen wir, durch gezielte Einsaaten und eine extensive Bewirtschaftung der an unsere Weinberge angrenzenden Grünstreifen die Artenvielfalt der Beikräuter in und um den Weinberg zu fördern – mit dem Ziel, Insekten und Kleinsäugern in unseren Lagen Refugien und Nischen zu bieten. Auch die Freihaltung und gegebenenfalls Instandsetzung alter Trockenmauern gehören zu unserem „Standardrepertoire“, um die Biodiversität und damit das ökologische Gleichgewicht zu stabilisieren.
Doch leider stoßen wir hier oft an unsere Grenzen: Es fehlt uns des Öfteren schlicht an Wissen, welche Arten an bestimmten Standorten wie zu fördern sind – und welche zwar schön aussehen, aber vielleicht gar keinen Beitrag zur Balance des Ökosystems leisten. So kann eine bunte Blühmischung zwar einen optisch beeindruckenden Blühstreifen erzeugen, enthält jedoch häufig nicht-heimische Blüten, die von Insekten aus unseren Breitengraden gar nicht angeflogen werden können.
Ebenso stellen die zunehmend trockeneren Frühjahre und Sommer immer höhere Anforderungen an uns Winzer. Zum einen bedeutet Begrünung in den Reihen – gerade in Stresssituationen wie Trockenheit – eine unmittelbare Konkurrenz zu den Weinreben. Zum anderen haben auch die Grünpflanzen selbst es oft schwer, die Gluthitze im Rheintal schadlos zu überstehen.
Genau hier setzt das Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ an – ein deutschlandweites Projekt zur Stärkung der Biodiversität im Weinbau. Besetzt mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Weinbau, Nachhaltigkeitszertifizierung und Wissenschaft, werden regional und individuell angepasste Biodiversitätsmaßnahmen gemeinsam mit Winzerinnen und Winzern aus allen deutschen Weinanbaugebieten entwickelt, getestet und umgesetzt.
„AMBITO – Entwicklung und Anwendung eines modularen Biodiversitäts-Toolkits für den Weinbau in Deutschland“ nennt sich diese spannende Initiative.
Wir freuen uns sehr, zu den 30 ausgewählten Modellbetrieben zu gehören, die im Rahmen dieses Projekts zielgerichtet und individuell für ihre Weinberge beraten werden. So haben wir bereits im vergangenen Jahr in einigen Weinbergen speziell zusammengestellte Versuchssaaten zwischen den Rebzeilen ausgebracht, die optimal auf die jeweiligen Standorte und Bodengegebenheiten abgestimmt sind. Von den Ergebnissen der Versuche, die durch Expert:innen der Hochschule Geisenheim begleitet werden, erwarten wir neue Strategien, um mit gezielter Ansiedlung heimischer Pflanzenarten die biologische Vielfalt in unseren Weinbergen weiter auszubauen.
Weitere Maßnahmen werden wir in unseren Toplagen „Dürkheimer Spielberg“ und „Ungsteiner Herrenberg“ umsetzen. Während eines Ortstermins im August mit den Expert:innen von AMBITO und den eingebundenen örtlichen Naturschutzgruppen konnten wir lernen, dass manche Zusammenhänge wesentlich komplexer sind als gedacht. So kann es vorkommen, dass ein vom angrenzenden Gebüsch befreiter Grünstreifen durch stärkere Besonnung – insbesondere im Frühling – der frisch erwachenden Hummelkönigin lebensnotwendige Frühblüher und damit dringend benötigte Nahrung beschert. Und somit bedeutend mehr zur Biodiversität beiträgt als neu zu pflanzende heimische Gehölze, wie sie ursprünglich von uns angedacht waren.
Oder auch die Erkenntnis, dass ein sinnvoll aus abgestorbenen Reben und alten Holzpfählen aufgeschichteter „Holzhaufen“ keineswegs als Unrat zu betrachten ist, sondern als wertvolles Refugium für Insekten und Kleintiere dienen kann. Im Februar 2025 haben wir gemeinsam mit den AmBiTo Expertinnen und Experten nun auch ein auf uns maßgeschneidertes Biodiversitäts-Konzept für unser Weingut fertiggestellt; ein nach vielfachen Begehungen und Besichtigungen vor Ort erstellter vielseitiger Maßnahmenkatalog mit dem wir unseren Einsatz für mehr Bio-Diversität noch intensivieren wollen.
Wir sind jedenfalls mit großer Neugier – und nicht ohne Stolz – Teil dieses bundesweiten Forschungsprojekts.

Bild Grünlese - kleiner Schnitt mit großer Wirkung... | © Weingut Egon Schmitt

Grünlese - kleiner Schnitt mit groẞer Wirkung...

...auf die Qualität des späteren Weines!

Die Grünlese ist eine der entscheidenden Maßnahmen im Sommer, um die Qualität des neuen Jahrgangs nachhaltig zu prägen. Dabei entfernen wir gezielt einen Teil der noch unreifen Trauben – lange bevor diese ihre volle Reife erreichen. Das klingt zunächst widersprüchlich: Warum sollten wir gesunde Trauben abschneiden? Die Antwort liegt in unserem Qualitätsanspruch.
Indem wir die Menge reduzieren, konzentriert sich die Kraft des Rebstocks auf die verbleibenden Trauben. Diese können dadurch intensiver reifen, entwickeln mehr Aroma, Struktur und Dichte. Besonders in unseren Premiumlagen und bei unseren Rotweinen, setzen wir die Grünlese ein, um später charaktervolle, komplexe Weine zu erzeugen, die ihr Terroir klar widerspiegeln.
Die Auswahl, welche Trauben entfernt werden, ist Handarbeit und erfordert viel Erfahrung: Wir achten auf gleichmäßige Verteilung, auf lockere Traubenstrukturen und sortieren besonders dort aus, wo der Behang zu dicht ist. Trauben, die im Schatten hängen oder ungleichmäßig entwickelt sind, werden bevorzugt entfernt. So verbessern wir auch die Durchlüftung der Traubenzone – ein wichtiger Schutz um eine optimale Gesundheit bis zum Erntezeitpunkt zu garantieren
Je nach Rebsorte und Jahrgang fällt die Grünlese unterschiedlich aus: Bei Rotweinsorten wie Spätburgunder, Merlot oder Cabernet Sauvignon ist sie oft etwas intensiver, da hier eine hohe physiologische Reife für kraftvolle, farbintensive Weine entscheidend ist. Bei filigranen Weißweinsorten wie Riesling oder Sauvignon Blanc gehen wir behutsamer vor, um Frische und Säurebalance zu bewahren und keiner möglichen Überreife Vorschub zu leisten.
Diese Arbeit findet meist im späten Hochsommer statt, wenn die Trauben nahezu ausgewachsen sind  – oft auch bei Temperaturen, bei denen der Gedanke an ein kühles Glas Wein sehr verlockend ist. Doch die Mühe lohnt sich: Jeder präzise Schnitt an diesem Punkt der Vegetationsperiode legt den Grundstein für den Charakter des Weins im Glas.
Besonders schön ist, dass bei uns im Weingut auch hier oft die ganze Familie mithilft. Unsere Söhne Fynn und Ian, die schon von klein auf im Weinberg unterwegs sind, wissen genau, worauf es ankommt – und tragen damit dazu bei, dass in einigen Monaten aus weniger Trauben mehr Weinqualität entsteht. Eine stille, aber wirkungsvolle Investition in den kommenden Jahrgang und ein weiterer wichtiger Baustein auf unserem Weg zu höchster Qualität.

Bild Der Sommer bringt viel Arbeit am Rebstock... | © Weingut Egon Schmitt

Der Sommer bringt viel Arbeit am Rebstock...

...und legt den Grundstock für viel Neues!

Der Sommer ist die Zeit des geselligen Weingenusses – aber auch die Zeit, in der wir Winzer viel Arbeit investieren, um die Grundlagen für den neuen Jahrgang zu legen. Während und nach der Rebblüte gibt es zahlreiche Möglichkeiten und Notwendigkeiten, die richtigen Weichen zu stellen. Wir konzentrieren uns nun in den „erwachsenen“ Weinbergen darauf, die Triebe gut und aufrecht auszurichten, damit die Trauben optimal besonnt und belüftet werden. So schaffen wir die Voraussetzungen für ein gesundes und qualitativ hochwertiges Wachstum der Trauben.

Dabei ist es auch wichtig, die noch stecknadelgroßen Beeren frühzeitig an das immer intensiver werdende Sonnenlicht zu gewöhnen. Das bedeutet, dass wir bereits kurz nach der Blüte damit beginnen, die die Trauben überdeckenden Blätter zu entfernen. Dies geschieht vor allem bei Sorten, die von direktem Sonnenlicht profitieren, wie Rotwein und Rosé, sowie bei hocharomatischen Rebsorten wie Gewürztraminer, Muscaris und Grauem Burgunder.

Bei Sorten wie Chardonnay, Sauvignon Blanc und Riesling ist es jedoch wichtig, vorsichtig vorzugehen: Zu viel direkte Sonneneinstrahlung kann das filigrane Aroma dieser Sorten schnell beeinträchtigen. Deshalb entfernen wir nur einzelne Blätter im Inneren des Rebstocks, um eine subtile Besonnung zu ermöglichen und gleichzeitig für eine gute Durchlüftung – also Kühlung – der sogenannten „Traubenzone“ zu sorgen. Diese Arbeit erledigen wir sowohl maschinell als auch mit viel Handarbeit, die sich auf mehrere hundert Stunden summiert.

Nur durch diese sorgfältige, individuelle Handarbeit an jedem Rebstock können wir in unseren Top-Lagen ausdrucksstarke, vielschichtige Weine mit charaktervollen Aromen erzeugen.

Besonderes Augenmerk gilt jetzt auch den kleinen, frisch gepflanzten Weinbergen: Diese benötigen wöchentliche Pflege, um die zarten Triebe auf ihrem Weg zur rund mannshohen Rebe zu begleiten. Ziel ist es, ausreichend ausgereiftes Holz zu bilden, um im nächsten Jahr einen ersten kleinen Rebstock schneiden zu können. Die jungen Triebe werden im Abstand von 10 bis 14 Tagen mit einer Spezialzange an Pflanzstäbe fixiert und immer wieder „ausgegeizt“, ähnlich wie man es von Tomaten im Garten kennt.

Angesichts von fast 8.000 gepflanzten Rebstöcken allein in diesem Jahr ist das eine enorme Arbeit, die den ganzen Sommer über bis in den August hinein dauert. Da freut man sich am Abend umso mehr auf ein gutes Glas Wein.

In vielen Weingütern, so auch bei uns, wird diese Pflege gerne von den Seniorchefs übernommen. Besonders freut es uns, dass Mama und Oma Inge noch immer aktiv mithelfen und die Reben für die kommende Generation auf den richtigen Weg bringen – damit in 20 bis 30 Jahren großartige Weine daraus reifen können. Das ist für uns eine schöne Form des Generationenvertrags.

Bild Wann sind alte Reben "Alte Reben"... | © Weingut Egon Schmitt

Wann sind alte Reben "Alte Reben"...

...und was macht sie so besonders ?

Alter ist immer relativ, das wissen wir. Aber der Wein schreibt ja seine eigenen Gesetze; anders formuliert, im Deutschen Weingesetz (und den zugehörigen Verordnungen) ist alles fein säuberlich geregelt: So erlaubt das Gesetz einen Wein als "Alte Reben" zu bezeichnen, wenn sein Pflanzdatum 25 Jahre oder mehr zurückliegt. Auch wenn sich der Hintergrund vieler unserer Gesetze nicht erschließt - hier macht es durchaus Sinn: Alte Reben bringen fast immer gehaltvollere und intensiver schmeckende Trauben hervor als vergleichbar jüngere Weinstöcke. Zum einen liegt es daran, dass die Erträge mit zunehmenden Alter nachlassen und dadurch automatisch die Aromenkonzentration in den (dann auch kleineren) Beeren ansteigt. Zum anderen erschließt ihnen ihr über die Jahre sehr weitreichend und tief im Boden etabliertes Wurzelwerk auch in stressigen Situationen (etwa bei Sommertrockenheit) einen besseren Zugang zu Nährstoffen und Wasser. Somit sind diese die Reben auch in solchen Phasen länger in der Lage, hochqualitative Trauben zu erzeugen, die den späteren Weinen eine beeindruckende Tiefe verleihen.

Bild Gute Weine aus gutem Grund... | © Weingut Egon Schmitt

Gute Weine aus gutem Grund...

...und wie wir unsere Böden pflegen!

Gute Weine aus gutem Grund.
Diese alte, bedeutungsschwangere Satz drückt so vieles aus, was uns in diesen Tagen bewegt. Nach der vielen Arbeit im Weinkeller richtet sich unser Focus wieder vom Keller weg und intensiver nach draußen in die Flur. Beflügelt durch die ersten Sonnenstrahlen widmen wir uns mit neuer Energie der Arbeit in den Weinbergen. Nachdem der Rebschnitt beendet ist, ziehen wir derzeit Bodenproben aus bis zu 60 cm Tiefe, um etwas mehr über den Versorgungszustand unserer Weinberge zu erfahren. Insbesondere der Humusgehalt im Boden ist uns sehr wichtig, da er einen entscheidenden Anteil an einem gesunden Wachstum der Rebe hat. Zudem ist er wichtiger Bindungspartner um das in unseren oft trockenen Sommern knappe pflanzenverfügbare Bodenwasser zu binden. Um den Humusanteil zu verbessern, führen wir gezielte „Begrünungen“ in den Rebzeilen durch: mittels Aussaat von tiefwurzelnden Pflanzen wie Ölrettich lockern wir den Boden, Leguminosen wie Weiss- und Gelbklee sammeln wertvollen Stickstoff aus der Luft und Arten wie Phacelia und Roggen produzieren schlicht „Biomasse“ und somit (nach dem Abmähen) langfristig im Boden wertvollen Humus. So bildet diese sogenannte „Gründüngung“ eine wertvolle Symbiose mit unseren Reben und ist wichtiger Bestandteil der nachhaltigen und biologischen Bewirtschaftung unserer gesunden Weinberge.
Denn nur aus gutem Grund können Trauben für außerordentliche Weine heranreifen!

Bild ...die unbemerkte Mammutaufgabe: Der Rebschnitt | © Weingut Egon Schmitt

...die unbemerkte Mammutaufgabe: Der Rebschnitt

Wissenwertes über die Bedeutsamkeit des Rebschnitts...

Der Rebschnitt – eine der wichtigsten Fertigkeiten des Winzers im Weinberg. Jedes Jahr, wenn der Winter die Reben in einen tiefen Schlaf versenkt hat formt er dabei Reben. Eine Arbeit, die viel Zeit in Anspruch nimmt und fast ein wenig wie im Verborgenen stattfindet, da in diesen langen Wintermonaten kaum jemand in den Weinbergen zu sehen ist. So unscheinbar und einfach diese Arbeit auf den ersten Blick wirkt, ist sie doch entscheidend und legt den Grundstock für den  Erfolg des gesamten Jahrgangs.

Der Rebschnitt ist der Moment, in dem der Winzer das Gleichgewicht der Pflanze neu herstellen kann. Denn die Reben müssen in Harmonie stehen. Mit dem Potenzial des Bodens und mit den Kräften der Natur. Die Entscheidungen, die heute getroffen werden, beeinflussen den Verlauf des gesamten Jahres. Jeder Schnitt bedeutet, die Rebe zu zügeln, den Ertrag zu regulieren, sie von überflüssigem Wachstum zu befreien, damit die Energie in die richtigen Kanäle fließt – hin zu einer perfekten Traube.

Dabei braucht es einen erfahrenen Blick: Jeder Rebstock wird hierbei individuell betrachtet. Am Wuchs und Stärke des Holzes kann man ablesen, in welchem Zustand die Pflanze ist. Haben ihr Trockenheit oder Krankheiten zugesetzt oder ist sie vital und stark? Oder gar übermütig und neigt zu hohem Ertrag oder zu kräftigem Wuchs ? Der Rückschnitt ist hierbei ein Balanceakt: zu viel Ertrag bedeutet oft minderwertige Trauben, zu wenig Ertrag gefährdet die Ernte. Der Winzer steht also im ständigen Dialog mit seinen Reben – versteht ihre Bedürfnisse und drückt seine Vision für den Jahrgang in jedem Schnitt aus. In diesen Stunden auf dem Feld fließt nicht nur Erfahrung, sondern auch Leidenschaft. Der Rebschnitt ist mehr als nur Arbeit. Es ist eine Hingabe, eine Kunst, die das Leben der Rebe bestimmt und den Weg für den kommenden Wein ebnet. Jeder Rebstock in jedem Weinberg wird hierbei genau so zurückgeschnitten, wie es für ihn wichtig ist, um im Einklang mit der Natur und ihren eigenen Kräften wachsen zu können.

Aber auch den Winzer muss mit seinen Kräften hierbei haushalten. Die eisigen Winde und die dauerhaften Minusgrade der Wintermonate verlangen unseren eifrigen Mitarbeitern zeitweise doch Motivationskünste ab, der Kälte zu trotzen und den notwendigen Winterschnitt durchzuführen. Angesichts der hier zu leistenden über 1.000 Arbeitsstunden in unseren Rebbergen, will man sich nur bei Schneefall, großer Nässe oder deutlichen Minusgraden einen Aufschub leisten und Tätigkeiten innerhalb des Gutsgebäudes vorziehen. So freuen sich dann auch alle, wenn meist Mitte Februar die langen und oft einsamen Wochen des Rebschnitts hinter sich gebracht sind, an denen jeden Tag um die 2.000 Rebstöcke fachmännisch zurückgeschnitten werden. So kommen in der wochenlangen Rebschnitt-Saison gut und gerne eine halbe Million zu setzender, wohlüberlegter Schnitte zusammen; da freut man sich dann im doppelten Sinne auf den nahenden Frühling und damit auch auf abwechslungsreichere Arbeiten in den wieder ergrünenden Weinbergen.

Bild Zertifizerung als "Nachhaltiges Reiseziel" | © Weingut Egon Schmitt

Zertifizerung als "Nachhaltiges Reiseziel"

Weingut Egon Schmitt als Partner der Initiative "Nachhaltiges Reiseziel Pfalz" zertifiziert

"Gerade in der heutigen Zeit, in der Nachhaltigkeit in einigen Bereichen sogar beginnt, wieder etwas in Vergessenheit zu geraten, ist es um so wichtiger, dass wir als Stadt Bad Dürkheim im Verbund mit unseren touristischen Partnern vor Ort, die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens in den Vordergrund stellen. Daher freue ich mich, die Familie Schmitt mit ihrem Weingut heute offiziell in den Kreis der "Nachhaltigen Reiseziele" unserer Stadt aufnehmen zu dürfen".

Mit diesen Worten haben wir aus den Händen des ersten Beigeordneten der Stadt Bad Dürkheim Claudius Güther heute unsere Zertifzierungsurkunde als "Nachhaltiges Reiseziel" erhalten. Wir freuen uns, dass unsere Bemühungen um nachhaltiges, naturnahes und mit regionalem Engagement verbundenes Wirtschaften heute erneut gewürdigt wurden. Wir freuen uns auch besonders, weil wir  damit unsere Heimatstadt Bad Dürkheim als eine der Destinationen der Pfalz mit der größten Dichte zertifizierter Betriebe aufsteigen zu lassen. Bad Dürkheim ist somit auch unter dem Gesichtspunkt Nachhaltigkeit immer eine Reise wert. :-)

Mehr zum Thema "Nachhaltiges Reiseziel" finden Sie in folgendem Link.

Bild Das Weinjahr ist vorbei... | © Weingut Egon Schmitt

Das Weinjahr ist vorbei...

...und nun beginnt die Arbeit im Keller

Das Weinjahr 2024 hat uns viel abverlangt. Immerhin ein Jahr mit ausreichend Niederschlägen, aber in ihrer Häufigkeit durchaus herausfordernd: Sind doch die Möglichkeiten unsere Pflanzen vor dem Mehltau zu schützen im BIO Anbau stark limitiert und erfordern viel Einsatz. Die BIO-Pflanzenschutzmittel wie Schwefel und Backpulver sind schnell abgewaschen und müssen neu aufgebracht werden — egal welcher Wochentag gerade ist und welche privaten Termine anstehen. Dank an unseren Weinbergs-Manager Andreas Weißler und sein Team, das mit vollem Einsatz unsere Ernte gesichert hat.

Die letzten roten Trauben vom Merlot, Cabernet Franc und Lagrein gären nun auf der Maische im Kelterhaus, um durch den mehrwöchigen intensiven Kontakt mit den Schalen die feinen Tannine und kraftvollen Farbstoffe herauszulösen. Auch unsere Spitzen-Weißweine, wie beispielsweise Herrenberg Riesling, vollenden nun langsam die Spontangärung aus natürlichen Hefen aus dem jeweils eigenen Weinberg.

Und bilden dadurch besonders tiefgründige und langlebige Aromen aus.

Bild Gewinnspiel: Wie viele Korken sind in diesem Glas? | © Weingut Egon Schmitt

Gewinnspiel: Wie viele Korken sind in diesem Glas?

Wie viele Korken sind in dem Glas?

Wie viele Korken sind es? Das hatten wir anlässlich unseres kleinen Spiels anlässlich der Open Winery Juni am 20. und 21.06.2025 gefragt. Es waren: 163 Stück! Die Gewinnerin wird durch uns benachrichtigt und der Gewinn zugesendet. Danke an alle die mitgemacht haben! 

Bild Epische Momente ... | © Weingut Egon Schmitt

Epische Momente ...

Reben pflanzen im Kalkofen!

...okay, zugegeben klingt das jetzt etwas dick aufgetragen von mir... Dennoch: es gibt wirklich Augenblicke und Tage im Leben eines Winzers, die so unglaublich besonders und beeindruckend sind. Und denen wir deshalb mit besonderer Ehrfurcht begegnen. Und dazu zählt fast immer das Anpflanzen eines neuen Weinbergs. Wenngleich sich die Arbeit im Keller und in den Weinbergen auch jedes Jahr wiederholt - grundsätzlich zählt der Beruf des Winzers per sé nicht zu jenen, die besonders eintönig sind. Die Neuanlage eines Weinbergs hat aber einen ganz besonderen Stellenwert: Schon die Nacht davor schläft man meist unruhiger, voller Spannung und Vorfreude auf den Tag, an dem man etwas auf den Weg bringt, was erst in einigen Jahren erste Früchte tragen und gar erst in einigen Jahrzehnten zu voller Blüte gelangen wird. Und ein gehöriger und wohlüberlegter Invest in die Zukunft - pro Hektar Wingert in der Höhe eines gut ausgestatteten Mittelklassewagens...

Anfang dieser Woche starteten wir im Leistadter Kalkofen ein gewagtes Experiment: auf einem knappen halben Hektar haben wir nahezu 3.600 Reben anstelle der auf vergleichbaren Flächen normalerweise übrlichen 1.900 Stück gepflanzt - die besten verfügbaren Klone* vom Spätburgunder.

Für uns eine Premiere. Ziel ist es hierbei, eine Konkurrenz zwischen den deutlich dichter gepflanzen Weinreben zu erzeugen, um sie damit zu zwingen, ihre Wurzeln tiefer in den von Felsbrocken durchsetzten Boden zu treiben. Wir erwarten uns durch diese - im wahrsten Sinne - tiefere Verbindung der Spätburgunder Reben zum Boden hochqualitative Weine, die zu den Spitzen ihrer Klasse gehören sollen. Weinbaulich eine besondere Herausforderung weil doppelt soviele Reben natürlich auch deutlich mehr Arbeit bedeuten und die Fülle an Reben und damit auch Rebtrieben eine besonderen Pflege des Weinbergs bedürfen. Ein echtes Generationenprojekt: So hat über den Aufbau der Anlage auch schon unserer Sohn Fynn (als fast fertig ausgebildeter Winzer) mitentschieden. Sein jüngerer Bruder Ian, der im kommenden August die gleiche Ausbildung startet, war ebenfalls beim Vermessen und Pflanzen dabei. Natürlich haben wir für diesen Weinberg Jungreben der besten verfügbaren und europaweit anerkanntesten Klone* des "Pinot Noir" (Spätburgunder) ausgewählt. In der guten Hoffnung, dass unsere Kinder in 20, 30 oder 40 Jahren daraus herausragende Weine keltern können. Sie merken schon wieder - als Winzer denkt man immer in/mit Generationen...

Bild Geschafft – wir sind BIO | © Weingut Egon Schmitt

Geschafft – wir sind BIO

Die ersten 2023er BIO Weine sind abgefüllt

Wer uns kennt, der weiß, wie intensiv wir uns seit Jahren mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ auseinandersetzen. Oder anders gesagt: Wie können wir Wein machen und dabei als Unternehmer verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen. Bereits in den 1990iger Jahren begannen Inge und Egon in den Weinbergen auf eine „kontrolliert umweltschonende Wirtschaftsweise“ umzustellen. Vor vielen Jahren schon schlossen wir uns der Initiative „Partnerbetrieb Naturschutz“ des Landes Rheinland–Pfalz an. Ziel ist ein Erhalt der Biodiversität und damit biologischen Aufwertung der Weinbergsflächen selbst, aber auch von Randflächen der Weinbergslandschaft wie Trockenmauern und Raine. 2014 kam mit „Fair and Green“ eine weitere Zertifizierung hinzu, welche erstmals neben dem naturnahen Weinbau auch alle anderen Prozesse der Weinbereitung berücksichtigt: also das Weingut ganzheitlich im Hinblick auf seine Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung betrachtet. Als logische Konsequenz für uns folgte dann zwei Jahre später die Zertifizierung zum klimaneutralen Weingut. Der an uns 2018verliehene Preis für das „Nachhaltigste Weingut“ der Fair and Green Gemeinschaft folgte auf den Fuß.
Seit 2020 sind wir Teil der Biodiversitäts-Forschungsinitiative „Ambito“, die gemeinsam mit Weinbaubetrieben deutschlandweit nach standortangepassten Pflanzen sucht, die in Weinbergen in guter Symbiose mit den Rebenkulturen leben können. Und gleichzeitig biologisch wertvoll für die dort vorkommende Fauna sind.
Mit dem Entschluss im Sommer 2020 unser Weingut vollkommen auf eine biologische Wirtschaftsweise umzustellen, haben wir uns dann endgültig auf den Weg gemacht, um zu vollenden, was schon vor vielen Jahren gestartet ist! Trotz eigener Erfahrungen der letzten Jahre mussten wir viel dazulernen, ausprobieren und bei lieben Kollegen nachfragen. So hatte uns unser erstes „richtiges“ Bio – Jahr 2021 mit seinen Wetterkapriolen und Regengüssen das ein oder andere Mal aus der Ruhe und dem gewohnten Rhythmus gebracht – aber niemals an der Entscheidung der Umstellung zweifeln lassen!
Wir waren immer überzeugt davon, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Und wurden dabei von unserem Team voll und motiviert unterstützt. Auch dann noch, wenn Andreas wegen zu großer Hitze früh morgens um 5:00 Uhr anfangen musste und auch der ein oder andere Wochenend- Einsatz wegen wochenlangen täglichen Regens sein musste! Und jetzt endlich, mit den ersten Weinen des Jahrgangs 2023, ist die dreijährige Umstellung unseres gesamten Betriebes abgeschlossen: Wir sind Bio! Und mit den Weinen des Jahrgangs 2023 dürfen unsere Weine ab sofort nun das leuchtend grüne EU Bio Siegel tragen. Bleibt die Frage: Schmeckt man Bio? Wir glauben: Ja! Der wesentlich intensivere Kontakt zu unseren Weinbergen lässt uns diese immer besser verstehen, bringt die Reben in eine bessere Balance. Und uns damit im Herbst beste Trauben. Und selbst wenn es nicht schmeckbar sein sollte: Es fühlt sich einfach besser an! ?

Bild Er ist da: Die RÉSERVE von "Herrn Schmitt & die Pinots" ist endlich erschienen. | © Weingut Egon Schmitt

Er ist da: Die RÉSERVE von "Herrn Schmitt & die Pinots" ist endlich erschienen.

Nach 72 Monaten Reifezeit ist es endlich soweit...

Große Sekte entstehen nicht nur durch beste Grundweine, sondern sind auch stark durch die Vinifikation geprägt: Schlanke Grundweine, Ausbau im Holzfass, nur minimalste Schwefelgaben und ein außergewöhnlich lange Reifezeit (sowohl bis zur Versektung aber auch auf der Flasche selbst) sind prägend für diesen außergewöhnlichen Sekt im Stil bester Champagner. Die Ambivalenz zwischen ausgereiftem Arome und herrlicher Frische am Gaumen erzeugt ein spannungsvolles und stilistisch herausragendes Spitzenprodukt, der auch als Menübegleiter einen besonderen Reiz ausüben kann.

Ein fein perlender Premium-Sekt aus traditioneller Flaschengärung. „Herr Schmitt & die Pinots“ aus behutsam von Hand geernteten Trauben der Familie der Burgunder-Reben (franz. „Pinot“) bereitet. Die Cuvée RÉSERVE ist aus fein abgestimmte Cuvée aus den Jahrgängen 2015/2016 die in Tonneaux und Barriques gereift wurden und im Frühjahr 2017 als Grundcuvée versektet wurden. Nach einer Lagerzeit von über 6 Jahren haben wir die erste Charge Ende Mai 2023 ohne Dosage, also "Brut Nature" degorgiert.

Mit dem bewussten Verzicht auf eine Dosage präsentiert er sich vollkommen puristisch, herrlich trocken und spritzig frisch, mit intensiven Hefe- und Briochearomen, leicht moussierend und mit äußerst lebendiger Säurestruktur. Ein eleganter und neuer Sekttypus, der sich vor seinen Vorbildern aus der Champagne nicht verstecken muss.
Ein toller Begleiter zu Meeresfrüchten und gepflegten Antipasti